OLED-Technologie

OLEDs (organische Leuchtdioden) bestehen aus einer mehrschichtigen Struktur der organischen Materialien zwischen zwei Elektroden. Die zentrale Schicht (emittierende Schicht) garantiert die Lichtemission. Moderne OLED-Displays bestehen aus rotn, grünen und blauen (RGB) Pixel, die nebeneinander angeordnet sind. Da diese Pixel selbstleuchtend sind, benötigen sie keine Hintergrundbeleuchtungseinheit wie in der LED-Technologie. Daher haben OLED-Displays eine viel einfachere Struktur, was zu dünneren Bildschirmen führt. Im Gegensatz zur weit verbreiteten LED-Technologie haben OLED-Displays viele weitere Vorteile: sie zeichnen sich durch geringen Stromverbrauch, hohen Kontrast und hohe Auflösung aus. Von besonderem Interesse ist der Einsatz von OLED-Displays auf transparenten und flexiblen Oberflächen, die völlig neue Produktdesigns ermöglichen.


Die OLED-Technologie kann auch für Beleuchtungsanwendungen verwendet werden. Dank der OLED-Technologie können OLED-Leuchtpaneele ein angenehmes, zweidimensionales, homogenes Licht ausstrahlen. Darüber hinaus können sie transparent oder flexibel sein und neue Möglichkeiten zur Integration von Beleuchtungsmaterial in Architektur oder Lampen aufgrund ihres verringerten Volumens und Gewichts ermöglichen. Dies ermöglicht nicht nur eine völlig neue Gestaltung von Beleuchtungsprodukten, sondern auch die Entwicklung neuer Beleuchtungskonzepte für die Gestaltung von Innen- und Außenfassaden. Die Möglichkeiten mit flexiblen Geräten unterschiedlicher Form stellen eine disruptive Technologie für die allgemeine Beleuchtungsmarkt dar.

EMITTER: das Herz der OLEDs

Das Herz der OLEDs sind die sogenannten Emitter. Sie wandeln elektrische Energie in sichtbares Licht um, die wir letztendlich als rotes, grünes oder blaues Pixel wahrnehmen. Bisher werden dafür drei unterschiedliche Konzepte verwendet: Fluoreszenz, Phosphoreszenz und thermisch aktivierte verzögerte Fluoreszenz (TADF). Die Hauptunterschiede zwischen diesen drei Konzepten sind in der Quantenmechanik zu finden. Bei der elektrischen Anregung von Emittern werden Singulett- und Triplett-Excitonen gleichermaßen angeregt. Die Energien des Singulett-Excitons liegen höher als die der Triplett-Excitonen, allerdings steht die Anzahl der Zustände in einem Verhältnis von 1 zu 3. Fluoreszente Emitter, die diesen Singulett Zustand für die Generierung von Licht verwenden, sind deshalb auf eine prinzipielle maximale Effizienz von 25 Prozent beschränkt, während phosphoreszente und TADF Emitter bis zu 100 Prozent der Anregungsenergie in Licht umsetzen können.